Hilfe! User-Passwort vergessen!
Virtuelle Maschine mit Windows 7

Erste Hilfe!

Wer kennt es nicht? Man steht vor der verschlossenen Wohnungstüre und der Schlüssel liegt noch drin. So ging es mir vor ein paar Tagen mit einer selten genutzten virtuellen Maschine mit einer Spezialsoftware die ich selten brauche. Das Passwort existiert nur in meinem Kopf, und da liegt es auch gut. Nur fällt es mir nicht mehr ein. Was nun?
Wie komme ich in mein Windows 7 wenn mir das Kennwort nicht mehr einfällt? Es gibt diverse Möglichkeiten, ich beschreibe hier kurz eine Variante die mir sehr gut gefällt.

Passwort über die Eingabeaufforderung ändern

Benötigt wird:
ein Original-Windows7-Datenträger oder ein entsprechendes Datenträgerabbild.

  1. Die Startreihenfolge des Systems muss so eingestellt werden, dass von CD bzw. dem Datenträgerabbild gebotet wird.
  2. Die CD bzw. das Datenträgerabbild wird eingelegt und das System davon gebootet.
  3. Die Meldung “Drücken sie eine beliebige Taste um von CD oder DVD zu starten” wird mit einem Tastendruck bestätigt.
  4. Die Windows-DVD startet nun und die Abfrage nach Installationssprache, usw. kann man einfach mit Weiter bestätigen.
  5. Im Installationsfenster wählt man nun die Computerreparaturoptionen aus und wählt im erscheinenden Fenster das betroffene System. Nun erscheinen die Systemwiederherstellungsoptionen. Wir wählen die Eingabeaufforderung.

Die folgenden Arbeiten in der Eingabeaufforderung ersetzen die Einrastfunktion der SHIFT-Taste mit dem Aufruf der Kommandozeile. Wenn wir später das System hochfahren und uns wegen dem fehlenden Passwort nicht einloggen können haben wir so eine Möglichkeit die Kommandozeile aufzurufen. Drückt man dann fünf mal die Umschalttaste erscheint eine Eingabeaufforderung.

    1. Sicherungskopie der Datei “sethc.exe”:
      copy C:\Windows\System32\sethc.exe C:\
    2. Ersetzen der Datei “sethc.exe” mit der Datei “cmd.exe”:
      copy /y C:\Windows\System32\cmd.exe C:\Windows\System32\sethc.exe
    3. Die Eingabeaufforderung kann jetzt geschlossen und das System neu gestartet werden. (Achtung jetzt nicht mehr vom Datenträger starten)
    4. Im Windows-Willkommensbildschirm mit der Passwortabfrage drücken wir jetzt fünf mal die Umschalttaste. Es erscheint die Eingabeaufforderung. Wir ersetzen nun das betroffene Benutzerpasswort:
      net user Kontoname Passwort
      Der Befehl sollte vom System mit der Meldung “Der Befehl wurde erfolgreich ausgeführt” bestätigt werden.
    5. Die Anmeldung am System mit dem geänderten Passwort ist jetzt möglich.

Zu guter Letzt sollten wir nun noch die am System gemachten Änderungen rückgängig machen, damit die Einrastfunktion der Umschalttaste wieder wie gewohnt funktioniert. In der Eingabeaufforderung der Computerreparaturoptionen führen wir dazu folgende Befehle aus:

  1. copy /y C:\sethc.exe C:\Windows\System32\sethc.exe
  2. del C:\sethc.exe

Hilfreich war der folgende Artikel:

http://www.com-magazin.de/praxis/windows/so-knacken-windows-passwort-52851.html#comment-2436154865

Mac OS X – Excel – Datei ist für die Bearbeitung gesperrt

Plötzlich ist sie da, die Fehlermeldung! Eine Excel-Datei (.xlsx) lässt sich nicht mehr bearbeiten. Bei Doppelklick auf die Datei meldet sich Excel mit der Meldung: “Die Datei ist für die Bearbeitung gesperrt.”

Schreibschutz

Ich hatte es nicht geschafft den Schreibschutz zu entfernen. Ich konnte die Datei nur schreibgeschützt öffnen und eine Kopie speichern.

  • In den Dateieigenschaften im Finder wird die Datei nicht als schreibgeschützt angezeigt. Es bestehen Schreib- und Leserechte.
  • Die Datei ist nicht auf einem anderen Rechner im Netzwerk geöffnet!
  • Die Datei wird regelmäßig auch auf einem Windows-Rechner bearbeitet.
  • Als Speichermedium dient ein ExFat-formatierter Flash-Speicher.

Wenn ich die Datei umbenenne, dann wird die Fehlermeldung beim Doppelklick nicht mehr angezeigt. Ich kann ganz normal mit ihr arbeiten. Benenne ich die Datei wieder zurück in den Originalnamen, dann ist die Fehlermeldung wieder da. Darum war klar, dass noch eine von der Datei unabhängige Fehlerquelle im Dateisystem vorhanden ist.

Meine Lösung: das Terminal öffnen und folgende Befehle eingeben:

  • defaults write com.apple.finder AppleShowAllFiles 1
  • killall Finder

Das macht unsichtbare Dateien sichtbar. Es ist der Finder-Neustart nötig.
Und der Übeltäter wird sichtbar in Form der versteckten Datei ~$beispiel.xlsx. Das scheint Excel hier aus dem Tritt zu bringen. Löscht man diese Datei, dann kann man die Datei wieder bearbeiten. (Bitte bei solchen Aktionen an Sicherheitskopie der Exceldatei denken!)

Die Teminal-Befehle

  • defaults write com.apple.finder AppleShowAllFiles 0
  • killall Finder

blenden die unsichtbaren Dateien wieder aus.

 

Mac OS X – benutzerdefinierte Icons
für eigene Ordner verwenden

Nur das Genie beherrscht das Chaos – und wer Ordnung hält ist nur zu faul zum Suchen. Die Spotlight-Suche von Mac OS X ist natürlich sehr hilfreich beim Aufspüren von allen Arten Dateien auf dem Rechner. Trotzdem ist eine übersichtliche Ordner-Struktur eine sinnvolle Möglichkeit Dateien und Medien abzulegen und auch wieder zu finden. Ordner des Datensystems haben Namen, können aber auch mit einem jeweils eigenen Ordner-Icon versehen werden. Das Erstellen eigener Ordner-Symbole mit dem kostenlosen Bildbearbeitungs-Program Gimp soll in diesem Eintrag näher erläutert werden.

Ein wenig Theorie über die verwendeten Dateiformate hilft dabei die Vorgänge einfacher nachzuvollziehen.

  • Apple speichert seine Icons im Apple Icon Image Format (.icns).  Es werden Icons in den Größen 16 × 16, 32 × 32, 48 × 48, 128 × 128, 256 × 256, 512 × 512, and 1024 × 1024 Pixels unterstützt. Ein Alphakanal mit einer Bit-Tiefe  von 1-bit oder 8-bit liefert die Transparenz-Information. Das Icon kann verschiedene Zustände haben (zum Beispiel geöffnete und geschlossene Ordner-Symbole). Die Symbole können durch das Betriebssystem skaliert werden.
  • GIMP speichert Daten in seinem eigenen Format .xcf. Während der Bildbearbeitung können die Icons so abgespeichert (z.B. Montagen mit verschieden Ebenen).
  • In diesem Beitrag wird das Format PNG .png verwendet um die fertig bearbeiteten Icons abzuspeichern.

Wie komme ich an Icons, die ich verändern möchte?

  • Eine einfache Möglichkeit ist es, die Icon-Daten die man als Vorlage benutzen möchte aus dem Eigenschaften-Dialog einer entsprechenden Datei zu kopieren. Man ruft zum Beispiel per Kontextmenü (oder Apfel-I) das Eigenschaften-Fenster eines Ordners auf, und kopiert sich das Symbol des Ordners in die Zwischenablage.
    Eigenschaften-Dialog Ordner
    Man klickt das kleine Ordner-Symbol an, und kopiert es per Apfel-C-Taste in die Zwischenablage.
  • Im Bildbearbeitungs-Programm Gimp kann man dann das Symbol (die Transparenz-Informationen des Icons sind erhalten geblieben) nach Belieben verändern. Es bietet sich an nach dem Start von Gimp den Menüpunkt “Datei/Erstellen/Aus Zwischenablage” oder alternativ SHIFT-Apfel-V für den Import des Symbols aus der Zwischenablage zu verwenden.Gimp Erstellen Aus ZwischenablageMacOSXFoldericonSo entsteht eine transparente Ebene mit dem eingefügten Ordnersymbol. So können auf einer neuen Ebene zum Beispiel erklärende Piktogramme hinzugefügt werden.
    Hier ein Beispiel für ein selbst erstelltes Icon (z.B. für Pages-Dokumente).MacOSXFoldericonGeneric

Das Icons wird mit der Exportfunktion von GIMP im Format PNG abgespeichert.  Ein Doppelklick auf die exportierte Datei öffnet das Symbol im der Vorschau-Applikation. Dort kopieren wir das Icon in die Zwischenablage und fügen im Eigenschaften-Dialog des gewünschten Ordners das neue Symbol ein. Einfach das alte Symbol anklicken und mit Apfel-V oder übers Menü Bearbeiten/Einfügen das neue Symbol zuweisen.

Interessantes über die Zwischenablage

Es ist auch möglich die Bilddaten inklusive Transparenz direkt aus Gimp zu kopieren. Die Bilddaten müssen nicht zwingend in einem Format das Transparenzen unterstützt exportiert und dann einem Symbol zugewiesen werden. Die Zwischenablage genügt. Offenbar hat die MacOSX-Systemzwischenablage diese Fähigkeit. Schwer vorstellbar, dass das auch auf einem Windows-System funktionieren würde.

Software-Quellen:
- Gimp

Zugriff auf die Icons des Betriebs-Systems:

  • http://osxdaily.com/2014/07/27/mac-os-x-system-icons-location/
  • https://interfacelift.com/icon_set/downloads/date/any/

Das schreibt Apple zum Thema:

  • https://support.apple.com/kb/PH10847?locale=de_DE

 

VMware Fusion -
Virenscan mit Desinfect 2015

Ich betreibe unter Mac OSX 10.9.5 eine Virtuelle Maschine mit Windows 7 Professional. Als Virtualisierungs-Software kommt VMware Fusion 7.1.3 zum Einsatz. Um das Windows-System frei von Schadsoftware zu halten nutze ich Desinfect welches in der 2015er-Version mit der c’t 14/2015 als DVD vertrieben wurde. Damit kann man ein Windows-Betriebssystem (über eine garantiert saubere Ubuntu-Live-DVD) auf Viren überprüfen. Es kann mit vier verschiedenen gängigen Scan-Engines gearbeitet werden. Es lässt sich mit dem Desinfect-System ein USB-Stick als Bootmedium präparieren. Auf dem Stick können auch die aktuellsten Virendefinitionen abgelegt werden.

Hier möchte ich einen kurzen Überblick darüber geben wie man eine virtuelle Maschine mit Desinfect überprüft. Leider lässt sich mit VMware Fusion 7.1.3 eine virtuelle Maschine nicht von einem USB-Medium booten. Deswegen muss man für den Start des Desinfect-Systems die virtuelle Maschine von der Live-DVD oder einer .iso-Datei der DVD starten. Damit die bereits heruntergeladenen Virendefinitionen erkannt, und neue gespeichert werden können,  muss der präparierte USB-Stick  der virtuellen Maschine zugewiesen werden (das Live-System von DVD oder .iso lässt keine Schreibzugriffe zu).

In der Praxis:

  • Ein .iso-Image lässt sich in Mac OSX mit dem Festplattendienstprogramm erstellen. (Anleitung bei Apple)
  • Eine DVD oder .iso-Datei in VMware Fusion kann man unter den Einstellung der virtuellen Maschine unter dem Menüpunkt Startvolume als Bootmedium wählen. Wie bereits erwähnt ist es unter VMware Fusion 7.1.3 nicht möglich die virtuelle Maschine direkt von USB zu starten.
  • Der USB-Stick (mit mindestens 4GB Speicherkapazität) muss mit dem Desinfect-System zur erstmaligen Verwendung präpariert werden. Es werden dabei ALLE !!! Daten gelöscht, und zwei Partitionen angelegt. Das startfähige Ubuntu-System ist auf der Partition ”desinfSYS” abgelegt, die Partition ”desinfDATA” speichert zukünftig die Virendefinitionen. Ein Rechner der sich von einem USB-Wechseldatenträger booten lässt kann dann direkt mit dem Stick geprüft werden.  Das Sichern der Virendefinitionen auf dem eingehängten Stick funktioniert auch wenn man von der LIVE-DVD startet.
  • Ist der präparierte USB-Stick bereits im Mac OSX-System eingehängt, dann kann man ihn der virtuellen Maschine nicht mehr zuweisen. Es muss der Stick mit dem beiden Partitionen “desinfSYS” und “desinfDATA” unter Mac OSX ausgehängt werden. Dann lässt er sich der virtuellen Maschine zuweisen, und steht dem Live-System zur Verfügung.
  • Desinfect bei heise.de

Update ist fehlgeschlagen
Apple TV (3. Generation)

Letztes Wochenende war es mal wieder so weit. Mein Apple TV (3. Generation) verweigert erneut ein Update. Vor etwa einem halben Jahr ging es mir bereits schon einmal so. Da half auch kein Neustart (das ging nämlich nicht) und kein Stecker ziehen. Das Gerät bootet einfach nicht mehr in das Hauptmenü, sondern quittiert mit einer lapidaren Fehlermeldung “Das Update ist fehlgeschlagen” ein Problem mit dem Update. Woran es liegt ist mir völlig unklar.

Mal wieder musste Google ran, denn ich hatte es leider nicht aufgeschrieben wie beim letzten Mal der genaue Lösungsweg ausgesehen hat. Nur an eine Sache konnte ich mich noch genau erinnern: Ich darf auf KEINEN FALL das falsche USB-Kabel benutzen.

“USB-Kabel?”, kann man sich jetzt fragen.

Nun, Aufschluss darüber gibt folgender Link: https://support.apple.com/de-de/HT202118.

Das funktioniert auch alles wunderbar:

  • Gerät ausschalten (in meinem Fall hilft nur Stecker ziehen, denn es reagiert auf keinerlei Eingabe, sondern bleibt hartnäckig bei seiner Fehlermeldung
  • Netzwerkstecker und HDMI-Kabel entfernen
  • ein aktuelles iTunes starten (mit aktuellen Updates)
  • dann das Apple-TV (es hat zu Wartungszwecken eines USB-Buchse, und nun ist/wird auch klar warum …) mit dem Mac verbinden
  • iTunes bietet dann an, das Apple TV auf Werkseinstellungen zurückzusetzen und mit dem neuesten Betriebssystem zu versorgen

Nun zu der Geschichte mit dem USB-Kabel; als ich das letzte mal das Problem mit dem Update hatte, da kämpfte ich stundenlang mit dem Apple TV, iTunes und Google. Es wurde mir von iTunes einfach nicht die Option zum Zurücksetzen des Geräts angeboten. Das konnte auch nicht funktionieren! Ich hatte ein kastriertes USB-Kabel erwischt, mit dem man lediglich ein Gerät aufladen kann, aber keine Daten übertragen. Das war ziemlich blöde, und daran konnte ich mich jetzt auf jeden Fall wieder erinnern!

Also: Das Update ist fehlgeschlagen, Apple TV, iTunes, USB-Kabel, Neustart …
Bei diesen Stichworten auf jeden Fall dran denken. Ein ordentliches USB-Kabel benutzen. Wenn das Apple TV überhaupt schon Probleme mit dem Update hat (Apple weiß vielleicht warum), dann vermeidet man den endgültigen Frust, wenn man ein korrekt belegtes USB-Kabel (USB 2.0 Stecker Micro-B) benutzt.

Am liebsten wäre mir natürlich, wenn das mit dem Update einfach flutschen würde. Vielleicht hilft es ja jemanden …

Positionsbestimmung mit GPS-Koordinaten

Einen Punkt finden

Die GPS-Koordinaten geben den Längen- und Breitengrad an. Da wir uns in Deutschland nördlich vom Äquator und östlich von Nullmeridian (in Greenwich, London) befinden, ist das hierzulande stets eine nördliche Breite und östliche Länge.

So befindet sich zum Beispiel der Mittelpunkt Deutschlands in Oberdorla bei den Koordinaten 51.163375,10.447683.
In den gängigen Online-Kartendiensten kann man einfach diese Koordinate eingeben, und bekommt den Punkt angezeigt. Das funktioniert genauso gut  wie wenn man eine Straßenanschrift angibt.

Das lässt sich ganz einfach ausprobieren, indem man die Beispiel-Koordinate bei einem der gängigen Online-Kartendiensten eingibt:

Google Maps
Outdooractive.com
OpenStreetMap

Koordinate ermitteln

Wie kommt man nun an diese Koordinaten? Man kann Sie aus einem Atlas ablesen, bei Google Maps ermitteln, oder mit einem GPS-Empfänger aufzeichnen. Dieser GPS-Empfänger kann ein geeignetes Smartphone mit einer entsprechenden App sein.

Bei Google Maps klickt man am gewünschten Punkt mit der rechten Maustaste, und wählt den Menüpunkt “Was ist hier?” aus. Klickt man den so gesetzten grünen Pfeil an, so wird ein Fenster mit der Geo-Koordinate angezeigt. Was verbirgt sich zum Beispiel hinter 54.185042,7.887225?

Die Koordinate des aktuellen Standorts ermittelt man einfach mit Smartphone und einer GPS-App. Ich benutze zum Beispiel “GPS Tour” auf dem iPhone. Für Android gibt es sicher vergleichbares im GooglePlay-Store.

Eine weitere komfortable Alternative um die eigenen Geokoordinaten zu ermitteln findet ihr hier. In das Eingabefeld einfach die Adresse eingeben, und das Skript zeigt die GPS-Koordinaten an. Teilweise sind auch “exotische Eingaben” möglich. Es ist zum Beispiel möglich “Stuttgart, Neues Kunstmuseum” einzugeben.

Daheim

Dieser Screenshot von der App “GPS Tour” zeigt die Koordinaten meines Küchentischs.

Ganz einfach und schülergerecht aufbereitet zeigt es dieses PDF vom Klett-Verlag.

Viel Spaß beim Ausprobieren, Laufen, Radeln und Wandern.

iTunes Library auf mehreren Datenträgern mit TuneSpan

Die Software TuneSpan aus dem Mac App Store hilft bei der Verwaltung der iTunes Library. TuneSpan verteilt die iTunes Library auf mehrere Datenträger oder Netzlaufwerke und ermöglich es dadurch den zur Verfügung stehenden Speicherplatz effizient zu nutzen.

Auf den neueren mobilen Macs (gerade bei den Einstiegsmodellen) ist Speicherplatz ein knappes Gut. Die neuen Solid-State-Drives werden zwar erschwinglicher, die Aufrüstpreise von Apple sind aber happig. Darum ist es ein nachvollziehbarer Wunsch die interne SSD nicht mit selten benutzten Files zu füllen, sondern so gut es geht zu entlasten.

Und so funktioniert es: TuneSpan kopiert ausgewählte Inhalte an einen Ort Ihrer Wahl, und legt dort (per Default) eine iTunes-kompatible Ordner-Struktur an. Mittels AppleScript wird die iTunes-Library über den neuen Aufenthaltsort der Medien informiert, und dieser Vorgang verifiziert. Anschließend werden die ursprünglichen Medien in den Papierkorb bewegt. Der Hersteller versichert, dass zu keiner Zeit irgendwelche Daten ohne vorherige Prüfung und Rückfrage gelöscht würden. Außerdem stünden ausgeklügelte Recovery-Routinen im Falle eines Software-Absturz zur Verfügung.

Meine Erfahrungen: TuneSpan frägt wirklich bei allen Operation nach, und lässt sich diese bestätigen. Bei der ersten Auswahl des neuen Sicherungs-Datenträgers und beim ersten Zugriff auf die iTunes Library lässt sich die Software die Auswahl noch einmal explizit bestätigen und vor jedem Span-Vorgang werden die Sicherheitshinweise gezeigt.

 

Windows 8.1 virtualisieren
unter OS X Mavericks

Heute will ich über den Umzug einer Windows 8.1-Installation in eine virtuelle Maschine zur Verwendung unter OS X Mavericks berichten. Seit einigen Tagen habe ich wieder einen leistungsfähigen Apple-Rechner, und bin gerade dabei diesen einzurichten. Obwohl auf meinem bereits sehr betagten Lenovo-Laptop mit Core2Duo-Prozessor eine Windows 8.1-Installation doch noch recht flott läuft, möchte ich nicht an zwei Rechnern arbeiten. Zumal mich der Lüfter des Lenovo-Laptops öfters ganz schön nervt. Innerhalb eines Tages haben mich die SSD und der praktisch unhörbare Lüfter des MacBook Pro so verwöhnt, dass ich nichts anderes mehr will.

Mir war klar, dass das eine etwas aufwändigere Aktion werden wird. Ich habe mich recht schnell gegen die Installation von Windows in eine Bootcamp-Partition entschieden. Der Platz auf der internen SSD ist aus Kostengründen begrenzt, darum will ich im Fall des Falles die virtuelle Maschine zügig auf einem Server oder einer externen Festplatte zwischenlagern können. Da ich keine sehr performance-hungrigen Anwendungen betreibe, sehe ich da keine Probleme.

Die Frage nach der Virtualisierungs-Software: Erfahrungen mit WindowsXP unter Parallels Desktop und Oracle VirtualBox habe ich bereits gesammelt. Und, es hat mich auf einem CoreDuo nicht gerade umgehauen. Dass das mit einem Core i7 und einer sehr schnellen SSD nun ein Vergnügen werden würde, das war mir schon klar. Bei den Überlegungen spielte VMware eine große Rolle, da ich im Unternehmensumfeld immer öfter Admins damit hantieren sehe … es sollte aber anders kommen.

Der Umzug und die Umzugshelfer. Einem Clean Install war ich nicht grundsätzlich abgeneigt, es hat mich aber dennoch interessiert, wie sich die Hilfsprogramme von VMware und Parallels schlagen würden. So habe ich mir also zuerst den VMware Fusion Migrationsassisten besorgt, und dann nach mehreren Stunden entnervt kapituliert. Die deaktivierte Firewall war das kleinste Hindernis, der Software hat glaube ich die Konfiguration meines Bootloaders nicht gefallen. Da die FAQs von VMware bezüglich der Fehlermeldungen keine große Hilfe waren, kann ich nicht genau sagen woran es nun wirklich gelegen hat. So testete ich also den Parallels Transporter. Und der funktionierte wirklich sehr gut. Die mit etwa 60GB gefüllte Partition für Windows 8.1 schaufelte Parallels langsam aber sicher übers WLAN in die virtuelle Maschine. Quasi über Nacht (denn mehrere Stunden dauerte es schon) wanderte die Windows-Installation auf das MacBook.

Die virtuelle Maschine: Dass es dann im weiteren Verlauf so einfach werden würde, das hat mich dann positiv überrascht. Ich bangte schon etwas als ich die Maschine startete, doch die Meldung über die 14-tägige Testphase von Parallels, der Windows 8-Bootloader und die Eingabe des Kenworts waren das Einzige, dass mich noch vom Windows-Desktop trennte. Ich hatte mich auf manches gefasst gemacht, aber nicht auf einen reibungslosen Systemstart. Keine kryptischen Fehlermeldungen, keine Hinweise über fehlende Treiber, noch nicht einmal eine Meldung, dass das Windows-Produkt neu aktiviert werden müsste. Das lief ja gut.

Die Aktivierung von Windows 8.1: Ich wunderte mich nun ein kleines bisschen darüber, dass hier keinerlei Hinweise auf eine Testphase oder Ähnliches präsentiert wird. Nach einer kurzen Zeit des Ausprobierens entschied ich mich, die Windows-Partition des alten Laptops zu formatieren, und die Installation in der virtuellen Maschine zu aktivieren. Dies funktionierte auch auf Anhieb. In der Charms-Leiste kann man über die Suche in den PC-Einstellungen das Menü “Aktivieren” aufrufen. Ein Anruf bei der Hotline erlaubte die Aktivierung über einen Sprachcomputer und die Tonwahltasten des Telefons.

Das Retina-Display: Adleraugen sind hier hilfreich. Windows, bzw. veraltete oder nicht sauber angepasste Software, machen das Lesen und zielsichere Anklicken von Menüs und Schaltflächen doch teilweise schwierig. Während OS X gute Möglichkeit hat, die hohe Auflösung stets ansprechend darzustellen, muss man in Windows an so mancher Schraube drehen. Die Darstellung wirkt bei Retina-Auflösung immer knackig scharf, und doch sind die Menüs und Schaltflächen oftmals viel zu klein. Ich habe ein wenig herumprobiert um einen Kompromiß zu finden. Die Retina-Auflösung meines 13-Zoll Macbook beträgt 2560 x 1600 Pixel, und diese möchte ich auch unter Windows behalten. In der Systemsteuerung / Darstellung und Anzeige /Anpassen setzte ich den Haken bei “Manuell eine Skalierungsstufe für alle Anzeigegeräte aussuchen”, und wählte eine Skalierung von 175%. Das scheint mir praktikabel, vielleicht finde ich irgendwann noch eine bessere Einstellung.

Die Bootloader: In der virtuellen Maschine: Der Rechner von dem ich die Windows-Installation kopiert habe, hatte zwei Windows-Partitionen. Darum präsentierte die virtuelle Maschine immer noch ein Bootmenü, in dem es zusätzlich ein (nicht mehr vorhandenes) Windows Vista zur Auswahl anbot. Dies lässt sich mit den Bordmittel von Windows 8 leicht wieder korrigieren. In der Systemsteuerung / Verwaltung /Systemkonfiguration konnte ich einfach den Punkt Windows Vista löschen. Ich denke da hat es mir Windows 8 einfach gemacht, da es sowieso schon den Bootloader an sich genommen und auf die eigene Partition geschrieben hat.
Auf dem Laptop: Die auf dem Laptop verbliebene Vista-Installation hätte ich ohne den Bootloader aus der Windows 8.1-Partition nicht mehr booten können. Da hat mir ein tolles Tool namens Easy BCD geholfen. Damit lässt sich ein Bootloader in eine beliebige Partition packen. Die Konfigurationsmöglichkeiten sind umfangreich.

Fazit: Der Umzug von Windows 8.1 von einem betagten Thinkpad auf das Macbook Pro hat ziemlich reibungslos geklappt. Ich würde mich in puncto Virtualisierung als interessierten Laien bezeichnen, und mit dem VMware-Produkt bin ich leider nicht ans Ziel gekommen. Parallels Desktop 9 hat mir mit seinem Transporter Agent viel Arbeit und Ärger erspart. Eine Neuinstallation brauche ich nun nicht zu machen, die virtuelle Maschine scheint gut zu laufen. Preislich wäre ich mit VMware Fusion 6 (53,95 € für die Basic Variante) allerdings etwas günstiger weggekommen (Parallels Desktop 9, Listenpreis 79,99 Euro). Die virtuelle Maschine startet sehr schnell, und fühlt sich mit 2GB RAM auch wirklich flüssig an.

Einen sehr interessanten Artikel der Macwelt, der die beiden Platzhirsche VMware Fusion 6 und Parallels Desktop 9 vergleicht, findet man hier.

Adobe Software – Probleme beim Rechnerwechsel

Seit einiger Zeit nutze ich die Adobe-Software Photoshop Elements. Adobe gibt Käufern der Software Photoshop Elements 10 die Möglichkeit das Programm auf einem Mac und einem Windows-Rechner zu installieren. Das habe ich auch in Anspruch genommen.

Vor einigen Tagen habe ich meinen betagten iMac in den Ruhestand geschickt. Die Festplatte habe ich aus Sicherheitsgründen ausgebaut, den Rechner weggegeben.
Bei der Neuinstallation von Adobe Photoshop Elements erwartete mich nun eine unangenehme Überraschung!

Nach der Eingabe der Seriennummer wurde ich darauf hingewiesen, dass die Software bereits auf zwei Rechnern installiert sei. Im dem Eingabe-Fenster für die Seriennummer wird man darauf hingewiesen, dass auf einem  der vorhandenen Rechner die Software deaktiviert werden müsste um die Software auf dem neuen Rechner zu nutzen.

Damit hatte ich nun nicht gerechnet. Ich kann mich auch nicht erinnern darauf zu  irgendeinem Zeitpunkt hingewiesen worden zu sein. Man kann dies nur auf dem Original-Rechner tun, auf dem die Software installiert wurde. Wenn ich die Software einfach deinstalliert hätte, dann wäre sie dadurch trotzdem nicht deaktiviert worden.

Was nun? Über ein, zwei Umwege kam ich wieder zu meinem Recht. Als Erstes deaktivierte ich die Software auf meinem PC, und wirklich sofort konnte ich Photoshop Elements auf dem Mac aktivieren. Nun ist das natürlich nicht die Lösung die mir vorschwebte.

Adobe hat früher eine Telefon-Hotline für die Aktivierung von Software zur Verfügung gestellt. Eine knapper Ansagetext verweist heute auf folgende Internet-Adresse: http://adobe.com/go/activation_de

Von nun an ging es ganz schnell. Einem freundlicher Support-Mitarbeiter schilderte ich im Livechat kurz was passiert war, und er fragte mich nach der Seriennummer. Dann informierte er mich, dass ich nun eine weitere Aktivierung vornehmen könne.

Ich probierte das noch während der Chat-Sitzung aus … Siehe da, es funktionierte!
Das war im Grunde umkompliziert. In Zukunft kenne ich mich damit aus, und deaktiviere die Software vor einer Deinstallation oder einem Rechnerwechsel.

Mein brandneues MacBook Pro ist heute gekommen … Freude, Freude, Freude …

Heute kam das neue MacBook Pro. Es ist einfach der Hammer!! So schnell, so hübsch und einfach genial.

Die Geschwindigkeit beeindruckt mich wirklich. Ob es nun das Booten ist, oder der Start einer Anwendung. Und das Retina-Display erst, man erkennt mit dem bloßen Auge wirklich keine Pixel mehr. So sehen erstklassige Computer-Displays im Jahr 2013 / 2014 aus.

Der nächste Hammer ist die Airplay-Funktion. Es hat, vom Auspacken und Anschließen des MacBooks an die Steckdose, bis zum Betrachten eines Fullscreen-Youtube-Video (gestreamt per WLAN übers AppleTV auf dem Flachbildfernseher) keine viertel Stunde gedauert.

So viel zum puren Vergnügen. Jetzt kommt die Arbeit. Installation der benötigen Software und Anpassung an den vorhanden Workflow. Aber mal so ne Runde Colin McRae zwischendurch ist schon drin.